Samaria-Schlucht auf Kreta – kompletter Reiseführer für Besucher
Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2026
Die Samaria-Schlucht ist eines der wichtigsten Natur-Highlights auf Kreta und liegt in den Weißen Bergen im Westen der Insel. Bekannt ist sie für ihre dramatischen Schluchtenlandschaften und die geschützte Natur – und sie zeigt dir eine ganz andere Seite Kretas als die Küstenorte und belebten Städte.
Als Teil des Samaria-Nationalparks ist die Gegend vor allem wegen ihrer geologischen Besonderheiten, der einheimischen Vegetation und der Tierwelt wichtig – darunter auch die kretische Wildziege (Kri-Kri). Durch ihre Größe und den gut erhaltenen Naturzustand ist die Schlucht ein Top-Ziel für alle, die Kretas bergiges Landesinnere erleben möchten.
Diese Region Kretas belohnt dich mit einem ruhigeren, naturorientierten Tempo: Aussichtspunkte, Bergdörfer und stille Wege werden oft genauso unvergesslich wie die eigentliche Wanderung. Weil die Schlucht weit weg von den großen Städten liegt, ist ein Mietwagen auf Kreta besonders praktisch – so kommst du leichter in diese abgelegenen Landschaften und kannst viel flexibler unterwegs sein.
Samaria-Schlucht auf einen Blick
- Lage: Westkreta, ca. 40 km südlich von Chania, in den Weißen Bergen (Lefka Ori)
- Typ: Natur-Highlight und geschütztes Gebiet im Samaria-Nationalpark
- Bekannt für: Hohe Schluchtwände, eindrucksvolle Bergkulissen und eine weitgehend unberührte Natur
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober, während der offiziellen Öffnungszeit des Nationalparks
- Ideal für: Naturliebhaber, Fotografen und alle, die Kretas Berglandschaften erleben möchten
- Anreise: Am einfachsten mit dem Auto – besonders für unabhängiges Reisen auf Kreta und flexible Planung
Inhaltsverzeichnis
- Warum die Samaria-Schlucht zu den wichtigsten Naturattraktionen Kretas gehört
- Beste Reisezeit für die Samaria-Schlucht
- Eingang zur Samaria-Schlucht, Tickets & Zugang
- Samaria-Schlucht: Praktische Tipps für deinen Besuch
- So kommst du zur Samaria-Schlucht
- Mietwagen auf Kreta und mehr als nur die Samaria-Schlucht entdecken
Warum die Samaria-Schlucht zu den wichtigsten Naturattraktionen Kretas gehört
Die Samaria-Schlucht gehört zum Samaria-Nationalpark – einem der wichtigsten Schutzgebiete Griechenlands. Der Park bewahrt einen großen Teil der Weißen Berge und schützt seltene Pflanzenarten, Wildtiere und besondere geologische Formationen.

Was die Schlucht so besonders macht, ist vor allem ihre Größe und ihr Aufbau. Hohe Felswände, enge Passagen und weite Abschnitte wechseln sich ab und sorgen für eine abwechslungsreiche, beeindruckende Landschaft. Durch den Schutzstatus gibt es kaum Bebauung – du erlebst die Gegend also fast so, wie sie natürlich ist.
Neben der Natur spielt auch die Geschichte eine Rolle: Die umliegenden Berge waren über lange Zeit wichtig für die Region und haben die Identität Westkretas mitgeprägt.
Beste Reisezeit für die Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht ist normalerweise vom späten Frühling bis in den frühen Herbst geöffnet – je nach Wetterlage. Der Nationalpark läuft meist von Mai bis Oktober, aber die genauen Öffnungstermine können sich jedes Jahr leicht ändern.

- Mai–Juni: Milde Temperaturen und alles ist noch schön grün
- Juli–August: Heißes Wetter und deutlich mehr Besucher
- September–Oktober: Weniger los und meist angenehmere Bedingungen
Außerhalb der offiziellen Saison kann die Schlucht geschlossen sein – die Berglandschaft rundherum bleibt aber trotzdem beeindruckend.
Eingang zur Samaria-Schlucht, Tickets & Zugang
Die Samaria-Schlucht gehört zum Samaria-Nationalpark. Der Zugang ist geregelt, um die Natur zu schützen und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.
- Eintrittskarten kaufst du vor Ort an den offiziellen Parkeingängen
- Die Tickets gelten für den Besuch des Schutzgebiets am selben Tag
- Die Preise werden von der Parkverwaltung festgelegt und können je nach Saison leicht variieren
- Typischer Preis: etwa 5–6 € pro Person (das kann sich jährlich ändern)
- Ermäßigung oder freier Eintritt kann für bestimmte Gruppen gelten, z. B. Kinder, Studierende oder Einheimische
Samaria-Schlucht: Praktische Tipps für deinen Besuch
Die Samaria-Schlucht ist ein geschütztes Naturgebiet und keine klassische „Attraktion“ mit viel Infrastruktur. Wenn du den Aufbau des Parks, die Eingänge und die wenigen Einrichtungen kennst, kannst du realistischer planen.

1. Nimm das Wichtigste mit (Wasser, Snacks, gute Schuhe)
In der Samaria-Schlucht gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten – gut vorbereitet zu starten macht den Tag deutlich angenehmer. Empfohlen sind:
- Genug Trinkwasser, besonders in den warmen Monaten
- Snacks oder leichte Verpflegung, da es im Nationalpark keine Shops gibt
- Sonnenschutz wie Hut und Sonnencreme
- Bequeme, feste Schuhe für unebenes Gelände
- Leichte Kleidungsschichten, da es zwischen Berglage und tieferen Bereichen Temperaturunterschiede geben kann
- Einen kleinen Rucksack für alles Wichtige
2. Achte auf die Regeln im Park
Als geschützter Nationalpark gelten in der Samaria-Schlucht klare Umwelt- und Sicherheitsregeln. Besucher müssen:
- Alle offiziellen Regeln und Schilder beachten
- In den ausgewiesenen Bereichen bleiben
- Wildtiere und Natur respektieren
- Müll korrekt entsorgen bzw. wieder mitnehmen
3. Parken ist nur an den Eingängen möglich
Parkplätze gibt es nur in der Nähe der offiziellen Eingänge, da Fahrzeuge im Nationalpark selbst nicht erlaubt sind. Die Parkflächen liegen direkt an den Zugangspunkten – danach geht es zu Fuß weiter.
Wichtig zu wissen:
- Die Kapazität ist begrenzt, besonders im Sommer
- In der Hochsaison sind die Plätze früh voll
- Parken ist auf die Eingangsbereiche konzentriert, nicht im Park verteilt
- Wer früh ankommt, hat weniger Stress und spart Zeit bei der Parkplatzsuche.
4. Schau dir vorher die offizielle Parkkarte an
Es lohnt sich, vor dem Besuch die offizielle Karte des Samaria-Nationalparks anzuschauen. Sie zeigt dir, wo die autorisierten Eingänge liegen und wie die Schlucht im Schutzgebiet aufgebaut ist.
Auf der offiziellen Karte siehst du unter anderem:
- Die wichtigsten Eingänge, inklusive Ticketkontrolle und Zugang
- Die komplette Länge der Schlucht innerhalb des Nationalparks
- Infos und Einrichtungen für Besucher
- Straßen und Zufahrten rundherum – hilfreich, wenn du mit dem Auto kommst
Wenn du die Karte vorher checkst, weißt du besser, wo es losgeht, wie der Park aufgebaut ist und wie du am besten hin- und wieder wegkommst.
So kommst du zur Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht liegt tief in den Weißen Bergen. Wie du am besten hinkommst, hängt davon ab, wo du auf Kreta wohnst. Hier sind die gängigsten Möglichkeiten:
Von Chania, Rethymno & Heraklion mit dem Auto zur Samaria-Schlucht
Am flexibelsten und meist am schnellsten kommst du von Chania, Rethymno oder Heraklion mit einem Mietwagen zur Samaria-Schlucht. Die Fahrt dauert ca. 40–45 Minuten ab Chania, etwa 2,5 Stunden ab Rethymno und ungefähr 3,5 Stunden ab Heraklion – je nach Verkehr und Straßenlage. Die Straßen sind durchgehend asphaltiert und gut ausgeschildert, werden Richtung Nationalpark aber zunehmend bergiger.
Mit dem Auto kannst du früh ankommen, deinen Tag selbst planen und die Samaria-Schlucht gut mit anderen Orten in Westkreta kombinieren, ohne an feste Fahrpläne gebunden zu sein. Wenn du das Maximum aus deiner Route holen willst, schau dir unsere Fahrzeugflotte an – von kleinen Citycars bis zu geräumigen SUVs für mehr Komfort und Platz.
Mit dem Bus ab Chania zur Samaria-Schlucht
Öffentliche Busverbindungen zur Samaria-Schlucht gibt es vor allem ab Chania – meist saisonal passend zur Öffnungszeit des Nationalparks. Wichtig zu wissen:
- Busse fahren meistens früh morgens, damit du rechtzeitig zur Öffnung am Park bist
- Die Verbindungen laufen hauptsächlich in der Hauptsaison (Mai–Oktober)
- Die Ticketpreise von Chania zur Samaria-Schlucht liegen meist bei ca. 3–5 € pro Strecke
- Die Fahrpläne sind fix – du musst deinen Tag an Abfahrt und Rückfahrt anpassen
Auch ohne Auto ist ein Besuch möglich – du bist zeitlich und bei der Route aber weniger flexibel.
Tipp: Die Fahrpläne ändern sich je nach Saison. Schau dir am besten vorher den aktuellen KTEL-Fahrplan an.
Mietwagen auf Kreta und mehr als nur die Samaria-Schlucht entdecken
Die Samaria-Schlucht ist oft Teil einer größeren Tour durch Kretas Berge, Dörfer und Küstenregionen. Weil viele der spannendsten Orte abseits der größeren Städte liegen, ist individuelles Reisen einfach entspannter. Wenn du auf der Insel unterwegs bist, bringt dir ein Mietwagen auf Kreta mehr Freiheit – so kannst du Samaria gut mit weiteren Highlights verbinden. Lokale Anbieter wie Motor-plan unterstützen diese Art zu reisen, damit du Kreta bequem und unabhängig entdecken kannst. Egal ob die Samaria-Schlucht nur ein Stopp ist oder Teil einer längeren Route: Mit der Flexibilität eines Autos wird die Reise meist abwechslungsreicher und intensiver.
Häufige Fragen zur Samaria-Schlucht
Wo liegt die Samaria-Schlucht?
Die Samaria-Schlucht liegt in Westkreta, etwa 40 Kilometer südlich von Chania, in den Weißen Bergen (Lefka Ori). Trotz der abgelegenen Lage ist die Gegend gut per Straße erreichbar und klar ausgeschildert.
Wie lang ist die Wanderung durch die Samaria-Schlucht?
Die Samaria-Schlucht ist insgesamt etwa 16 Kilometer lang und führt durch den Samaria-Nationalpark in den Weißen Bergen auf Kreta. Die Strecke umfasst den eigentlichen Schluchtabschnitt und Teile des Nationalparkgebiets. Wie lange du brauchst, hängt von Tempo und Bedingungen ab – meist ist es ein ganzer Tagesausflug.
Kann man die Samaria-Schlucht besuchen, ohne zu wandern?
Ja. Viele Besucher erleben die Samaria-Schlucht auch ohne eine lange oder anspruchsvolle Wanderung. Schon die Landschaft zu sehen und ein Gefühl für die Größe des Parks zu bekommen, lohnt sich.
Ist die Samaria-Schlucht für Familien geeignet?
Familien können die Samaria-Schlucht besuchen – ob sie geeignet ist, hängt aber von Alter und Fitness ab. Wegen der Länge und des unebenen Geländes kann die komplette Route für kleine Kinder anstrengend sein. Viele Familien wählen daher kürzere oder weniger anspruchsvolle Abschnitte im Park.
Wie ist die Samaria-Schlucht entstanden?
Die Samaria-Schlucht ist über Millionen von Jahren entstanden, als Wasser sich durch den Kalkstein der Weißen Berge gegraben hat. So wurden die hohen Felswände, engen Durchgänge und breiteren Abschnitte geformt – die dramatische Landschaft, die heute im Nationalpark geschützt ist.
Gibt es Mythen oder Legenden zur Samaria-Schlucht?
Ja. Wie viele abgelegene Orte auf Kreta ist auch die Samaria-Schlucht mit lokalen Mythen und traditionellen Geschichten verbunden. Das sind eher Überlieferungen als belegte Geschichte – sie zeigen aber, welchen Respekt die Menschen der Schlucht seit jeher entgegenbringen.
Samaria-Schlucht vs. Imbros-Schlucht – welche lohnt sich mehr?
Wenn du Kretas bekannteste „Bucket-List“-Wanderung willst: länger, anspruchsvoller und berühmter – dann ist die Samaria-Schlucht genau richtig. Die Imbros-Schlucht ist eine gute Alternative, wenn du eine kürzere, leichtere Tour mit ähnlicher Landschaft und meist weniger Andrang suchst.
Tipp: Denk daran: Für Samaria brauchst du mehr Planung (Transport/Fähre am Ende). Imbros ist einfacher und oft besser für Familien oder entspannte Wanderer.